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Literaturverwaltung: Zotero, Citavi, EndNote & Co im Vergleich

Literaturverwaltung im Vergleich: Zotero, Citavi und EndNote auf einem Bildschirm
Literaturverwaltung im Vergleich: Zotero, Citavi und EndNote auf einem Bildschirm KI-generiert

Die Abgabe der Masterarbeit steht in drei Tagen an, der Text ist fertig, und dann beginnt die eigentliche Arbeit: 87 Quellen manuell formatieren, jede Quellenangabe prüfen, das Literaturverzeichnis sortieren. Genau dieser Moment ist der Punkt, an dem eine gute Literaturverwaltung den Unterschied zwischen einer entspannten Abgabe und einer Nachtschicht ausmacht. Ein Literaturverwaltungsprogramm sammelt deine Quellen, fügt Zitate per Klick in dein Dokument ein und formatiert das Literaturverzeichnis automatisch im geforderten Zitierstil.

Dieser Vergleich zeigt dir, was Zotero, Citavi und EndNote wirklich kosten, welches Tool auf dem Mac sauber läuft und wie du Zitate in Word und Google Docs einbindest. Für diesen Vergleich habe ich die offiziellen Dokumentationen und Preisseiten der Anbieter ausgewertet, Stand Oktober 2026.

Zusammenfassung: Literaturverwaltung im Vergleich

  • Zotero: Open Source Software, dauerhaft kostenlos, läuft auf Windows, Mac und Linux, ideal für die meisten Studierenden und Promovierenden.
  • Citavi: starker Aufgabenplaner und Wissensorganisation, Desktop-Version aber nur für Windows, meist über die Campuslizenz der Hochschule verfügbar.
  • EndNote: 275 US-Dollar in der Vollversion, 150 US-Dollar für verifizierte Studierende, native Mac-Version und Teilen mit bis zu 1.000 Nutzenden.
  • Wichtigster Rat: Lege dich früh auf ein Tool fest und halte deine Daten über offene Exportformate wie RIS oder BibTeX portabel.

Was leistet ein Literaturverwaltungsprogramm?

Ein Literaturverwaltungsprogramm sammelt alle Quellen deiner wissenschaftlichen Arbeit an einem Ort und erzeugt daraus auf Knopfdruck Zitate und ein formatiertes Literaturverzeichnis. Statt jede Quellenangabe von Hand zu tippen, speicherst du Titel direkt aus Datenbanken, Katalogen oder dem Browser. Das Programm verwaltet Autoren, Erscheinungsjahr, DOI und die PDF-Datei als Anhang.

Der eigentliche Zeitgewinn entsteht beim Schreiben. Über ein Plug-in in deinem Schreibprogramm fügst du Belege an der richtigen Textstelle ein. Wechselst du den Zitierstil, etwa von APA auf Harvard, formatiert die Software das komplette Dokument in Sekunden um. Ohne Tool würde dieselbe Umstellung bei einer längeren Arbeit Stunden dauern.

Definition: Literaturverwaltung

Literaturverwaltung bezeichnet das systematische Erfassen, Organisieren und Zitieren wissenschaftlicher Quellen mit Hilfe spezieller Software. Ziel ist es, aus einer zentralen Sammlung korrekte Quellenangaben und ein konsistentes Literaturverzeichnis zu erzeugen, ohne manuelle Formatierungsarbeit.

Wie entstehen Zitate und Literaturverzeichnis automatisch?

Die Software trennt die bibliografischen Daten von ihrer Darstellung. Gespeichert werden nur die Rohdaten wie Autor, Titel und Jahr. Wie diese Daten im Text erscheinen, steuern Zitierstile. Die meisten Programme nutzen dafür die offene CSL-Sprache (Citation Style Language). Der Katalog von Acurio listet über 10.000 solcher Zitierstile, von gängigen Standards bis zu den Vorgaben einzelner Fachzeitschriften.

Beim Schreiben wählst du den Stil einmal aus. Das Plug-in setzt dann jede Quellenangabe im Text und baut das Literaturverzeichnis am Dokumentende automatisch auf. Fügst du eine Quelle hinzu oder löschst du eine, passt sich alles ohne dein Zutun an.

Zotero, Citavi, EndNote: Literaturverwaltungsprogramme im Überblick

Die drei etabliertesten Literaturverwaltungsprogramme unterscheiden sich vor allem bei Preis, Plattform und Zielgruppe: Zotero ist gratis und offen, Citavi stark in der Wissensorganisation, EndNote der kostenpflichtige Klassiker.

📚

Zotero

Open Source Software der Non-Profit-Organisation Corporation for Digital Scholarship. Kostenlos, plattformübergreifend, Daten liegen standardmäßig lokal.

🗂️

Citavi

Kommerzielle Literaturverwaltungssoftware von Lumivero mit integriertem Aufgabenplaner. Desktop-Version nur für Windows, dazu Citavi Web im Browser.

🎓

EndNote

Klassiker von Clarivate, laut Preisseite 275 US-Dollar in der Vollversion. Stark in großen Bibliotheken und beim Teilen im Team.

KriteriumZoteroCitaviEndNote 21
Preismodellkostenlos, Cloud-Speicher optional kostenpflichtigCampuslizenz oder Einzellizenz275 USD, Studierende 150 USD
Windowsjajaja
macOSnativ, inkl. Safari-Connectornur Web-Versionnativ
Linuxjaneinnein
Word-Plug-injajaja
Google Docsnativneinnein
BesonderheitRetraction-Watch-WarnungAufgabenplanerTeilen mit bis zu 1.000 Nutzenden
Passt fürSolo, KMU, große OrganisationenSolo, KMUSolo, KMU, große Organisationen
  • laut Anbieter vorhanden
  • mit Einschränkung
  • nicht dokumentiert

Zotero: Open Source Software mit Browser-Connector

Zotero wird von der gemeinnützigen Corporation for Digital Scholarship entwickelt und ist vollständig quelloffen. Laut Zotero-Dokumentation speichert das Programm deine Daten standardmäßig lokal auf deinem Rechner, die Cloud-Synchronisation ist optional. Der Browser-Connector für Chrome, Firefox und Safari übernimmt Quellen mit einem Klick direkt aus Datenbanken wie Google Scholar oder PubMed.

Zotero

  • Solo: passt
  • KMU: passt
  • Groß: passt

0 €Desktop-Programm und 300 MB Cloud-Speicher kostenlos

Mehr Speicher kostet laut Anbieter 20 US-Dollar (ca. 18 Euro) jährlich für 2 GB oder 120 US-Dollar (ca. 110 Euro) für unbegrenzten Speicher. Die Software selbst bleibt immer gratis.

Word-Plug-in (laut Anbieter vorhanden)
Plug-ins für Word, LibreOffice und Google Docs nativ integriert
Mac-Unterstützung (laut Anbieter vorhanden)
native Mac-Version mit eigenem Safari-Connector
Teamarbeit (laut Anbieter vorhanden)
Gruppenbibliotheken und gemeinsames Arbeiten in Google Docs

Grenze: nur 300 MB kostenloser Cloud-Speicher für PDF-Anhänge

Speicherpreise von Zotero →

Citavi: Wissensorganisation mit neuem Eigentümer Lumivero

Citavi gehört inzwischen zum Software-Unternehmen Lumivero (früher QSR International) und verbindet Literaturverwaltung mit Wissensorganisation. Laut Lumivero enthält das Programm einen integrierten Aufgabenplaner, mit dem du Fristen und Arbeitsschritte wie „Lesen“ oder „Zusammenfassen“ pro Quelle nachverfolgst. Das macht Citavi besonders für lange Projekte wie Dissertationen interessant.

Citavi

  • Solo: passt
  • KMU: passt
  • Groß: passt nicht nachweisbar

kein Festpreismeist über die Campuslizenz der Hochschule

Viele Hochschulen stellen Studierenden und Forschenden eine Campuslizenz bereit. Ohne Hochschulbezug brauchst du eine kostenpflichtige Einzellizenz, aktuelle Konditionen nennt der Anbieter auf seiner Seite.

Word-Plug-in (laut Anbieter vorhanden)
Word-Add-in fügt Zitate und Literaturverzeichnis ein
Mac-Unterstützung (mit Einschränkung)
Desktop-Version nur Windows, Mac nur über Citavi Web oder Virtualisierung
Teamarbeit (nicht dokumentiert)
nicht dokumentiert in den ausgewerteten Quellen

Grenze: Desktop-Version ausschließlich für Windows verfügbar

Produktseite von Citavi →

EndNote und Alternativen wie JabRef oder Mendeley

EndNote von Clarivate ist der kommerzielle Klassiker und besonders in den Natur- und Lebenswissenschaften verbreitet. Laut Clarivate-Support fasst eine EndNote-Bibliothek technisch bis zu 999.995 Referenzen, der Hersteller empfiehlt jedoch, die Grenze von 100.000 Einträgen nicht zu überschreiten, damit die Datenbank performant bleibt. Für reine LaTeX-Workflows ist JabRef eine starke kostenlose Alternative, Mendeley bietet einen ähnlichen Funktionsumfang wie Zotero.

EndNote 21

  • Solo: passt
  • KMU: passt
  • Groß: passt

275 USDVollversion (ca. 252 Euro netto), Studierende 150 USD (ca. 138 Euro netto)

Einmalzahlung pro Version. Der Studierendenrabatt setzt laut Anbieter eine Verifizierung voraus. Viele Hochschulen halten zudem eigene Campuslizenzen.

Word-Plug-in (laut Anbieter vorhanden)
Cite-While-You-Write-Plug-in für Microsoft Word
Mac-Unterstützung (laut Anbieter vorhanden)
native Mac-Anwendung verfügbar
Teamarbeit (laut Anbieter vorhanden)
EndNote Web teilt Bibliotheken mit bis zu 1.000 Nutzenden

Grenze: Hersteller empfiehlt maximal 100.000 Einträge pro Bibliothek

Preisseite von EndNote →

Was kosten Citavi, Zotero und EndNote wirklich?

Welches Literaturverwaltungsprogramm läuft gut auf dem Mac?
KI-generiert

Die Kosten reichen von null Euro (Zotero) über hochschulfinanzierte Campuslizenzen (Citavi) bis zu 275 US-Dollar für die EndNote-Vollversion. Entscheidend ist, was du nach dem Studienabschluss weiter zahlen müsstest.

0 €Zotero als Open Source Software, laut Anbieter dauerhaft kostenlos
300 MBkostenloser Cloud-Speicher bei Zotero für Anhänge (laut zotero.org)
275 USDEndNote 21 Vollversion laut endnote.com, Studierende 150 USD
10.000+Zitierstile im CSL-Katalog laut Acurio

Literaturverwaltungsprogramm kostenlos: Reicht Zotero dauerhaft?

Für die meisten Nutzenden ja. Das Literaturverwaltungsprogramm Zotero ist in der Basis komplett kostenlos, inklusive aller Plug-ins, Zitierstile und der Synchronisation deiner bibliografischen Daten. Bezahlt wird nur der Cloud-Speicher für PDF-Anhänge: 300 MB sind gratis, 2 GB kosten laut Zotero-Preisseite 20 US-Dollar pro Jahr, unbegrenzter Speicher 120 US-Dollar.

Wer gar nichts zahlen will, speichert die PDFs einfach außerhalb von Zotero, etwa in einem eigenen Ordner oder einem anderen Cloud-Dienst, und verknüpft sie nur. Die bibliografischen Daten selbst synchronisiert Zotero ohne Speicherlimit. Auch JabRef bleibt als Open Source Software dauerhaft kostenlos.

Was passiert mit der Campuslizenz nach dem Abschluss?

Campuslizenzen für Citavi oder EndNote enden in der Regel mit deiner Exmatrikulation. Deine Literatursammlung gehört dir zwar weiterhin, doch ohne aktive Lizenz verlierst du den vollen Zugriff auf das Programm. Prüfe deshalb früh, ob deine Hochschule eine Lizenz bereitstellt und was im Vertrag zum Abschluss steht.

Die sichere Strategie: Exportiere deine Sammlung regelmäßig im RIS- oder BibTeX-Format. Beide Formate lesen alle gängigen Programme ein. So wechselst du nach dem Abschluss verlustfrei auf ein freies Tool oder eine privat gekaufte Lizenz.

Welches Literaturverwaltungsprogramm läuft gut auf dem Mac?

Zotero und EndNote laufen nativ auf dem Mac, Citavi nur über die Web-Version oder eine virtuelle Windows-Umgebung. Für Mac-Nutzende ist Zotero meist die unkomplizierteste Wahl.

Zotero auf dem Mac

Native Anwendung, dazu ein eigener Connector für Safari, Chrome und Firefox. Quellen speicherst du direkt aus dem Browser in deine Sammlung.

EndNote auf dem Mac

Native Mac-Version mit Word-Plug-in. Funktioniert stabil, kostet aber den vollen Lizenzpreis, sofern deine Hochschule keine Campuslizenz hat.

Citavi auf dem Mac

Keine native Version. Laut Citavi-Handbuch läuft die Desktop-Version ausschließlich unter Windows, auf dem Mac bleiben Citavi Web oder Virtualisierung.

Citavi auf dem Mac: Web-Version oder Virtualisierung?

Hast du dich an Citavi gewöhnt und wechselst auf ein MacBook, stehst du vor zwei Optionen. Citavi Web läuft im Browser und funktioniert plattformunabhängig, deckt aber nicht den vollen Funktionsumfang der Windows-Desktop-Version ab. Die zweite Option ist eine virtuelle Windows-Umgebung wie Parallels, die zusätzliche Lizenzkosten für Windows mitbringt und mehr Rechenleistung braucht.

Für neue Projekte auf dem Mac lohnt der Umstieg auf ein natives Programm fast immer. Zotero importiert Citavi-Sammlungen über den RIS-Export, deine bisherige Arbeit bleibt erhalten.

Was gilt für Linux und reinen Browser-Zugriff?

Unter Linux ist Zotero praktisch die einzige Vollversion: Die Open Source Software bietet offizielle Linux-Pakete. EndNote und Citavi laufen auf Linux gar nicht nativ. Arbeitest du häufig an wechselnden Rechnern ohne Installationsrechte, etwa in Bibliotheken oder am Institut, hilft der Browser-Zugriff: Zotero und EndNote Web bieten Web-Oberflächen, mit denen du deine Sammlung von überall erreichst und mit der Desktop-Version synchronisierst.

Zitieren in Word und Google Docs: Plug-ins und Teamarbeit

Junge Frau am Laptop, die in einer Literaturverwaltung Quellen für ihre Masterarbeit sortiert
KI-generiert

Alle drei Programme binden sich über Plug-ins in Schreibprogramme ein, nur Zotero unterstützt zusätzlich Google Docs nativ. Die Einrichtung dauert in der Regel unter fünf Minuten.

1

Plug-in installieren

Installiere das Zusatzmodul für Word, LibreOffice oder Google Docs direkt aus dem Literaturverwaltungsprogramm heraus.

2

Zitierstil wählen

Lege einmalig den geforderten Zitierstil fest, etwa APA, Harvard oder die Vorgabe deiner Fakultät.

3

Zitate einfügen

Setze Belege per Klick an die Textstelle. Das Literaturverzeichnis baut sich automatisch auf und aktualisiert sich bei jeder Änderung.

Wie bindet man das Literaturverwaltungsprogramm in Word ein?

Das Literaturverwaltungsprogramm wird in Word über ein Add-in eingebunden, das als eigener Reiter in der Menüleiste erscheint. Bei Zotero installiert sich das Word-Plug-in automatisch mit, bei Citavi und EndNote gehört es zum Standardumfang. Danach wählst du eine Quelle aus deiner Sammlung, das Programm setzt die korrekte Quellenangabe in den Text und ergänzt den Eintrag im Literaturverzeichnis.

Arbeitest du in Word bereits mit KI-Unterstützung, ergänzt sich das gut: Im Beitrag zu Microsoft 365 Copilot zeige ich, wie du den Assistenten in deinen Schreibworkflow integrierst. Die Zitation selbst solltest du immer dem Literaturverwaltungsprogramm überlassen, denn nur dort bleibt die Verknüpfung zur Quelle aktiv.

Gemeinsam schreiben mit Google Docs und Gruppenbibliotheken

Zotero bietet laut offizieller Dokumentation eine native Google-Docs-Integration. Das Besondere: Du kannst ein Dokument samt aktiver Zitationen zwischen Google Docs, Word und LibreOffice hin- und herbewegen, ohne dass die Verknüpfungen zu deiner Sammlung verloren gehen. Für Gruppenarbeiten legst du eine Gruppenbibliothek an, in der alle Beteiligten Quellen teilen.

EndNote geht über EndNote Web einen anderen Weg: Laut Clarivate-Support lassen sich Bibliotheken mit bis zu 1.000 anderen Nutzenden teilen, was für große Forschungskonsortien und Institute ausgelegt ist. Citavi deckt Teamarbeit über seine Web- und Server-Varianten ab, in den ausgewerteten Quellen ist das jedoch nicht im Detail dokumentiert.

Moderne Add-ons: Retraction Watch, Obsidian und Zitierstile

Zotero warnt dich seit der Retraction-Watch-Integration automatisch vor zurückgezogenen Paper und lässt sich per Community-Plugin mit Obsidian verbinden. Solche Erweiterungen fehlen in klassischen Programmen bislang.

Wie erkennt Zotero zurückgezogene Paper?

Zotero gleicht deine Sammlung automatisch mit der Datenbank von Retraction Watch ab. Wurde ein von dir gespeichertes Paper von der Fachzeitschrift zurückgezogen, warnt dich das Programm direkt in der Bibliothek und beim Zitieren. Die Erkennung funktioniert laut Zotero-Blog über die DOI oder PMID des Artikels. Gerade bei Langzeitprojekten wie Dissertationen verhindert das, dass du versehentlich auf widerlegte Studien aufbaust.

Obsidian Literaturverwaltung: Zettelkasten mit Zotero verbinden

Wer seine Notizen im Markdown-Tool Obsidian pflegt, kann die Obsidian-Literaturverwaltung direkt an Zotero ankoppeln. Über Community-Plugins wie „Zotero Integration“ importierst du Metadaten, Annotationen und Zitationsschlüssel in deine Notizen. So entsteht ein Zettelkasten, in dem jede Notiz mit der Originalquelle verknüpft bleibt und sich später sauber zitieren lässt.

Hinweis: Zitierstile sind keine Programmfunktion

Ob dein Fachbereich APA, Harvard, DIN 1505 oder eine Zeitschriftenvorgabe verlangt, ist fast nie ein Auswahlkriterium zwischen den Programmen. Alle drei greifen auf Zitierstil-Kataloge mit tausenden Vorlagen zu. Der Katalog von Acurio umfasst über 10.000 CSL-Stile, Sonderwünsche deckt du damit in der Regel ab.

Welche Literaturverwaltung Software passt zu dir?

Die richtige Literaturverwaltung Software hängt von drei Fragen ab: dein Betriebssystem, deine Hochschullizenz und ob du allein oder im Team schreibst. Die Entscheidung triffst du am besten vor dem ersten Recherchetag.

Entscheidungsweg nach Betriebssystem, Fach und Teamgröße

StackIndex ordnet Software nach dem Einsatzumfeld ein, die folgende Einschätzung leite ich aus den dokumentierten Preisen und Funktionen ab:

Solo (Studierende und Promovierende): Zotero ist die sichere Standardwahl, kostenlos und auf jedem Betriebssystem nutzbar. Windows-Nutzende mit Citavi-Campuslizenz profitieren vom Aufgabenplaner. EndNote lohnt sich einzeln gekauft nur, wenn dein Fachbereich es vorgibt.

KMU (kleine Arbeitsgruppen, Institute und Forschungsteams): Zotero-Gruppenbibliotheken mit Google Docs decken die meisten Kooperationen ab. Teams mit Windows-Infrastruktur und Projektmanagement-Anspruch fahren mit Citavi gut.

Große Organisationen (Forschungseinrichtungen und Unternehmen mit F&E-Abteilungen): EndNote Web skaliert laut Anbieter bis 1.000 geteilte Nutzende pro Bibliothek und ist für große Konsortien gebaut. Zotero bleibt auch hier eine valide, kostenfreie Option, sofern der Speicher lizenziert wird.

Wie wechselt man ohne Datenverlust das Tool?

Der Wechsel funktioniert über standardisierte Austauschformate. Exportiere aus deinem bisherigen Programm die komplette Sammlung als RIS- oder BibTeX-Datei und importiere sie im neuen Tool. Titel, Autoren, Jahr und DOI wandern verlustfrei mit. PDF-Anhänge ziehen in der Regel ebenfalls um, wenn sie verknüpft sind.

Was oft verloren geht, sind deine eigenen Notizen und Verschlagwortungen. Prüfe deshalb nach dem Import eine Stichprobe. Allgemeine Hinweise zum strukturierten Vorgehen bei Tool-Entscheidungen findest du im Ratgeber zur Software-Auswahl und in der Ratgeber-Übersicht von StackIndex.

Checkliste: Dein Einstieg in die Literaturverwaltung

Betriebssystem geklärt: Mac oder Linux heißt Zotero oder EndNote, Windows öffnet alle Optionen
Campuslizenz der Hochschule für Citavi oder EndNote geprüft
Zitierstil der Fakultät bekannt und im Tool verfügbar
Schreibprogramm festgelegt: Word, LibreOffice oder Google Docs
Regelmäßiger Export im RIS- oder BibTeX-Format als Backup eingeplant

Fazit: Literaturverwaltung früh festlegen, Daten offen halten

Die beste Literaturverwaltung ist die, die du vom ersten Recherchetag an durchgehend nutzt und deren Daten du jederzeit exportieren kannst. Zotero deckt als kostenlose Open Source Software die meisten Anforderungen ab, von der Bachelorarbeit bis zur Professur, und läuft auf jedem Betriebssystem. Citavi lohnt sich für Windows-Nutzende mit Campuslizenz, die Wert auf Aufgabenplanung legen, scheidet aber als natives Mac-Programm aus. EndNote bleibt die etablierte Option für große Institute und Teams, kostet ohne Hochschullizenz jedoch 275 US-Dollar.

Meine Empfehlung nach Einsatzumfeld in je einem Satz: Als Einzelperson startest du mit Zotero und zahlst höchstens für Speicherplatz. Kleine Arbeitsgruppen wählen zwischen Zotero-Gruppen mit Google Docs und Citavi unter Windows. Große Organisationen mit hunderten Forschenden setzen auf EndNote Web oder eine zentral betreute Zotero-Infrastruktur. Wichtig ist in allen Fällen: Halte deine Sammlung über RIS oder BibTeX portabel, dann kostet dich ein Wechsel nie mehr als eine Stunde.

Auf einen Blick: Die Empfehlungen

Zotero für nahezu alle Einzelpersonen und Teams, kostenlos und plattformübergreifend. Citavi für Windows-Nutzende mit Campuslizenz und Planungsanspruch. EndNote für große Forschungsverbünde mit Budget. In jedem Fall gilt: früh festlegen, regelmäßig exportieren, nie abhängig von einer einzelnen Lizenz arbeiten.

Häufige Fragen

Welches Literaturverwaltungsprogramm ist das beste für Studierende?

Das hängt von deinem Betriebssystem und der Lizenz deiner Hochschule ab. Zotero ist die plattformübergreifende Gratis-Option für Windows, Mac und Linux. Nutzt du Windows und hat deine Hochschule eine Citavi-Campuslizenz, bekommst du dort zusätzlich einen integrierten Aufgabenplaner.

Was ist der Unterschied zwischen Zotero und Citavi?

Zotero ist quelloffene Open Source Software, dauerhaft kostenlos und läuft auf Windows, macOS und Linux. Citavi ist kommerziell, gehört zum Unternehmen Lumivero und punktet mit Wissensorganisation und Aufgabenplanung, die Desktop-Version läuft aber nur unter Windows.

Welche Literaturverwaltungsprogramme sind dauerhaft kostenlos?

Zotero und JabRef sind dauerhaft kostenlos nutzbar. Bei Zotero gilt die Grenze nur für den Cloud-Speicher deiner PDF-Anhänge: 300 MB sind gratis, mehr Speicher kostet laut Anbieter ab 20 US-Dollar pro Jahr.

Kann man Citavi sinnvoll auf dem Mac nutzen?

Nur mit Einschränkungen. Die Citavi-Desktop-Version läuft ausschließlich unter Windows, auf dem Mac bleiben dir die browserbasierte Citavi Web oder eine virtuelle Windows-Umgebung. Mac-Nutzende fahren mit Zotero oder EndNote meist besser, beide bieten native Mac-Programme.

Wie funktioniert die Einbindung von Literaturverwaltung in Word und Google Docs?

Über Plug-ins beziehungsweise Add-ons, die du einmal installierst. Danach fügst du Zitate direkt im Text ein und das Literaturverzeichnis aktualisiert sich bei jeder Änderung automatisch. Zotero unterstützt Word, LibreOffice und Google Docs nativ.

Was passiert mit meiner Literatursammlung nach dem Universitätsabschluss?

Campuslizenzen laufen mit deiner Exmatrikulation aus, deine Daten gehen aber nicht verloren, wenn du rechtzeitig exportierst. Sichere deine Sammlung vor dem Abschluss im RIS- oder BibTeX-Format und migriere sie bei Bedarf in ein freies Tool wie Zotero.

Quellen

  1. Zotero Storage Pricing
  2. EndNote Buy Page
  3. Lumivero: Citavi
  4. Zotero Dokumentation: Synchronisation
  5. Zotero Dokumentation: Google Docs
  6. Acurio: CSL-Zitierstil-Katalog

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt und redaktionell überprüft. Enthaltene Bilder wurden mittels KI generiert. Mehr erfahren