Kassensystem Gastronomie: Vergleich & Auswahl 2026
Freitagabend, volles Haus, das WLAN spinnt, und an Tisch 12 wartet eine Gruppe auf getrennte Rechnungen. Genau in solchen Momenten entscheidet sich, ob dein Kassensystem für die Gastronomie wirklich zu deinem Betrieb passt. Der Markt ist 2026 unübersichtlich: Cloud-Abos, iPad-Kassen, stationäre Profisysteme, dazu TSE-Pflicht, Meldepflicht ans Finanzamt und Transaktionsgebühren, die kaum ein Anbieter auf den ersten Blick zeigt.
Diese Übersicht vergleicht fünf etablierte Gastro-Kassensysteme neutral und ohne Verkaufsabsicht: orderbird, ready2order, Lightspeed, Vectron und Gastro Master. Du bekommst eine Einordnung nach Betriebstyp und Unternehmensgröße, die belegten Preise und Gebühren sowie die rechtlichen Pflichten, die 2026 gelten. Wenn du deine Anforderungen vorher strukturieren willst, hilft dir der Ratgeber zur Software-Auswahl für KMU.
Zusammenfassung: Kassensystem Gastronomie im Vergleich 2026
- Fünf Systeme im Vergleich: orderbird, ready2order, Lightspeed, Vectron und Gastro Master decken unterschiedliche Betriebstypen ab, vom Foodtruck bis zur Restaurantkette, ohne Rangfolge.
- TSE ist Pflicht: Nach § 146a AO braucht jede elektronische Kasse eine zertifizierte TSE; laut Bundesfinanzministerium drohen Bußgelder bis 25.000 Euro.
- Belegte Einstiegspreise: ready2order ab 35,90 Euro monatlich plus 15,90 Euro TSE-Paket, Gastro Master ab 69 Euro, Vectron SMART ab 39,90 Euro (Stand 2026).
- Versteckte Kosten prüfen: Kartengebühren zwischen 1,05 und 1,49 Prozent, Aktivierungsgebühren und kostenpflichtige Module wie DATEV-Export kommen oft on top.
Welches Kassensystem für die Gastronomie passt zu deinem Betrieb?
Das passende Gastro-Kassensystem hängt vor allem von deinem Betriebstyp ab: Full-Service-Restaurant, Thekenverkauf oder Großbetrieb stellen grundlegend unterschiedliche Anforderungen an Software und Hardware.
Drei Fragen strukturieren die Auswahl. Erstens: Bonierst du am Tisch oder an der Theke? Zweitens: Willst du ein Cloud-Abo mit monatlichen Kosten oder eine Kauflösung ohne laufende Grundgebühr? Drittens: Wie viele Standorte und Kassenplätze musst du abbilden? Ein iPad-Kassensystem für die Gastronomie ist flexibel und günstig im Einstieg, ein stationäres System ist robuster bei Dauerbetrieb. Solo-Betriebe fahren mit einem kompakten Cloud-Abo meist am günstigsten, KMU mit mehreren Kassenplätzen brauchen Tischverwaltung und Auswertungen, und große Betriebe oder Ketten benötigen Mehrfilial-Reporting und ausfallsichere Hardware.
Was brauchen Full-Service-Restaurants?
Restaurants mit Bedienung am Tisch brauchen drei Kernfunktionen: einen grafischen Tischplan, Funkbonieren direkt am Tisch und getrennte Rechnungen ohne Umwege. Dazu kommen Küchenbondruck mit gangweisem Abfahren und idealerweise eine Tischreservierung. Genau diese Workflows unterscheiden eine echte Gastro-Kasse von einer generischen Einzelhandelslösung. Prüfe im Demo-Termin, wie viele Klicks eine geteilte Rechnung an einem vollen Samstagabend wirklich braucht.
Was zählt in Eisdiele, Café und Foodtruck?
In Eisdiele, Café und Foodtruck zählt Tempo am Tresen: wenige Klicks pro Verkauf, schnelle Wechselgeldanzeige und ein Kartenterminal, das ohne extra Eingaben mit der Kasse spricht. Ein Warenlager mit Zutatenlogik (Kugel, Becher, Waffel) hilft in der Eisdiele, im Foodtruck ist Offline-Fähigkeit entscheidend, weil Mobilfunk auf Events unzuverlässig ist. Kleine Solo-Betriebe kommen hier oft mit dem Basistarif eines Cloud-Systems aus.
Wie haben wir die Gastro-Kassensysteme ausgewählt?
Die Auswahl folgt vier Kriterien: TSE-Konformität, Kostentransparenz, Hardware- und Betriebssystemfragen sowie Schnittstellen wie DATEV und Kartenterminal.
Für diesen Vergleich habe ich die Anbieterseiten, Preislisten und Funktionsbeschreibungen der fünf Systeme ausgewertet, Stand Oktober 2026. Aufgenommen wurden nur Anbieter mit belegtem Gastro-Fokus und TSE-zertifizierter Lösung für den deutschen Markt. Preise nenne ich nur dort, wo sie der Anbieter öffentlich belegt; alle anderen verweise ich auf die jeweilige Preisseite. Ehrliche Nachteile stehen bei jedem System dabei, denn kein Kassensystem passt für jeden Betrieb.
TSE-Konformität
Zertifizierte Technische Sicherheitseinrichtung, GoBD-konforme Aufzeichnung und Belegausgabe müssen out of the box funktionieren.
Kostentransparenz
Grundgebühr, Transaktionsgebühren, Hardware und Zusatzmodule müssen vor Vertragsabschluss kalkulierbar sein.
Hardware & Betriebssystem
iPad, Android, Windows oder stationäre Profi-Hardware: Die Plattform muss zu deinem Betriebsalltag passen.
Schnittstellen
DATEV-Export, Kartenterminal, Bondrucker und je nach Betrieb Schankanlage oder Lieferdienste.
Ein pragmatischer Tipp vorab: Mit dem Lastenheft-Generator erstellst du in wenigen Minuten einen druckbaren Anforderungskatalog mit Muss-, Soll- und Kann-Kriterien. Den schickst du an Anbieter und vergleichst deren Antworten, statt dich von Demo-Terminen treiben zu lassen.
Welche TSE- und Finanzamt-Pflichten gelten 2026?

Jede elektronische Kasse in Deutschland braucht 2026 eine zertifizierte TSE, muss ans Finanzamt gemeldet werden und jede Buchung manipulationssicher aufzeichnen.
Die Rechtslage baut auf § 146a der Abgabenordnung und der Kassensicherungsverordnung (KassenSichV) auf. Laut Bundesfinanzministerium drohen bei Verstößen wie einer fehlenden TSE Bußgelder von bis zu 25.000 Euro. Seit dem 1. Januar 2025 gilt zusätzlich eine Meldepflicht: Elektronische Kassensysteme müssen über das ELSTER-Verfahren ans Finanzamt gemeldet werden. Und es kommt Bewegung auf dich zu: Ein Referentenentwurf des Bundesfinanzministeriums vom August 2026 sieht laut ecovis kso ab 2028 eine Kassenpflicht für Betriebe mit mehr als 100.000 Euro Gesamtumsatz vor. Steuerlich gilt seit 2026 dauerhaft der ermäßigte Satz von 7 Prozent auf Speisen in der Gastronomie, Getränke bleiben bei 19 Prozent; deine Kassensoftware muss beide Sätze sauber trennen.
Unabhängig von der Kasse gilt: Als Arbeitgeber musst du nach dem Beschluss des Bundesarbeitsgerichts vom 13. September 2022 (1 ABR 22/21) Beginn und Ende der täglichen Arbeitszeit deiner Beschäftigten erfassen.
Definition: Was ist eine TSE?
Die Technische Sicherheitseinrichtung (TSE) ist ein zertifiziertes Modul, das jede Kassenbuchung einzeln signiert und Manipulationen erkennbar macht. Sie gibt es als Hardware (USB-Stick, microSD, Drucker-Modul) oder als Cloud-Dienst. Ohne TSE darf eine elektronische Kasse in Deutschland nicht betrieben werden.
Was das Finanzamt außerdem prüft: GoBD-konforme Aufzeichnungen, ein nachvollziehbares Kassenbuch und die Belegausgabepflicht bei jedem Verkauf. Vertiefend dazu liest du im Ratgeber zu GoBD-konformer Software und im Beitrag zur Rechnungspflicht, welche Angaben auf Belegen und Rechnungen stehen müssen.
Cloud-TSE oder Hardware-TSE: Was ist sinnvoller?
Beim Kassensystem mit TSE hast du die Wahl zwischen Cloud-Dienst und physischem Modul. Die Cloud-TSE skaliert über mehrere Kassen und Standorte, braucht aber eine stabile Internetverbindung und läuft als laufendes Abo. Die Hardware-TSE funktioniert komplett offline, ist jedoch an den Kassenplatz gebunden und muss nach Ablauf der Zertifikatslaufzeit getauscht werden. Für einen einzelnen Kassenplatz ist die Hardware-Variante oft günstiger, für Mehrfilialbetriebe die Cloud.
Was prüft das Finanzamt bei der Kassennachschau?
Bei der Kassennachschau schaut die Finanzverwaltung unangemeldet vorbei und prüft drei Dinge: ob eine TSE aktiv ist und jede Buchung signiert wird, ob die Kasse gemeldet wurde, und ob Belege ausgegeben werden. Zusätzlich kann sie die Kassendaten mit Prüfsoftware auslesen. Wer ohne TSE kassiert oder Buchungen nachträglich ändert, riskiert neben dem Bußgeld eine Umsatzschätzung, die fast immer zu deinen Ungunsten ausfällt.
orderbird — iPad-Kassensystem für die Gastronomie
orderbird ist ein reines iPad-Kassensystem aus Berlin, das laut Anbieter speziell für die Gastronomie entwickelt wurde und nach eigenen Angaben über 17.000 Kunden in Europa betreut.
orderbird
iPad-Kasse · Gastro-Spezialist · Berlin
iPad-basierte Kasse mit mobiler Bestellaufnahme am Tisch, digitaler Tischverwaltung und laut Anbieter vollständig finanzamtkonformer Aufzeichnung inklusive DATEV-Anbindung.
- Lösung
- Cloud-Abo auf iPad, Tischplan, Funkbonieren
- Bezug / Hardware
- Direkt beim Anbieter, Apple-Hardware erforderlich
- Preislevel
- €€ (Abo; Kartenzahlung 1,29 % im PRO-Tarif)
- Website
- orderbird.com
Die Stärke liegt im Service-Workflow: Kellner bonieren per iPad oder iPhone direkt am Tisch, Bestellungen landen als Bons in Küche und Bar, und die Tischverwaltung bildet auch verschobene Tische und getrennte Rechnungen ab. Die aktuellen Abo-Preise nennt der Anbieter auf seiner Preisseite; für die Kartenzahlung über orderbird PRO fallen laut Anbieter 1,29 Prozent pro Transaktion an.
Passt für: Solo-Betriebe und KMU wie Cafés, Bars und Restaurants mit Tischbedienung. Die Grenze ist die Apple-Bindung: Wer vorhandene Android- oder Windows-Hardware nutzen will, schaut in die Röhre, und große Ketten mit komplexem Mehrfilial-Reporting sind bei Lightspeed oder Vectron besser aufgehoben.
ready2order — plattformunabhängige Kassensoftware mit Mobilhardware
ready2order ist eine Kassensoftware für die Gastronomie, die auf iOS, Android und Windows läuft und damit die freieste Hardware-Wahl im Vergleich erlaubt.
ready2order
Plattformunabhängig · DACH-Fokus · Zucchetti-Konzern
Kassensoftware für alle gängigen Betriebssysteme mit eigener All-in-One-Hardware (readyMax) und einfacher Verwaltung von Preisstufen, etwa für Happy Hour oder Mittagsmenüs.
- Lösung
- Cloud-Abo, plattformunabhängig, Gastro- und Retail-Funktionen
- Bezug / Hardware
- Direkt beim Anbieter, readyMax als All-in-One-Gerät
- Preislevel
- €€ (35,90 €/Monat zzgl. 15,90 € TSE-Paket)
- Website
- ready2order.com
Das Basis-Abo kostet laut Anbieter-Preisseite bei jährlicher Vorauszahlung 35,90 Euro monatlich, dazu kommen 15,90 Euro für das verpflichtende TSE-Paket und eine einmalige Aktivierungsgebühr (Stand 2026). Das System verzeichnet laut Branchenvergleich über 16.000 aktive Betriebe in der DACH-Region und gehört seit 2023 zum italienischen Zucchetti-Konzern.
Passt für: Solo-Selbstständige und KMU, die vorhandene Tablets weiternutzen oder Betriebssysteme mischen wollen. Zu beachten sind die Zusatzkosten: TSE-Paket und Aktivierungsgebühr stehen nicht im beworbenen Grundpreis, also rechne mit rund 52 Euro monatlich als realistischem Einstieg. Für große Ketten mit Dutzenden Filialen ist das Reporting begrenzter als bei Lightspeed.
Lightspeed — Cloud-Kasse für Restaurants und Ketten

Lightspeed ist ein Cloud-POS-Ökosystem für Restaurants, dessen Stärke in detaillierten Auswertungen und der Skalierung über mehrere Standorte liegt.
Lightspeed
Cloud-POS · Mehrfilial-Reporting · Übernahme von Gastrofix 2020
Cloud-Kassensystem mit flexiblem Abomodell und Advanced Insights: Auswertungen zu Umsatz pro Tisch, Stunde und Artikel, ausgelegt für ambitionierte Restaurants und Ketten.
- Lösung
- Cloud-Abo, Restaurant-Ökosystem, Advanced Insights
- Bezug / Hardware
- Direkt beim Anbieter, Hardware separat kalkulieren
- Preislevel
- €€–€€€ (Abo, Preise siehe Anbieter)
- Website
- lightspeedhq.de
Lightspeed ist international aufgestellt und wickelte laut Anbieter im Geschäftsjahr 2026 ein Transaktionsvolumen von 98,1 Milliarden US-Dollar ab; das Berliner Gastro-Kassenunternehmen Gastrofix wurde 2020 übernommen. Die deutschen Gastro-Wurzeln zeigen sich in Funktionen wie Tischverwaltung und gangweisem Küchendruck. Die aktuellen Tarife findest du auf der Website des Anbieters, die Hardware kommt separat hinzu.
Passt für: KMU mit Wachstumsplänen und große Betriebe beziehungsweise Ketten, die Filialen zentral auswerten wollen. Für einen kleinen Solo-Betrieb mit einer Theke ist das Ökosystem überdimensioniert, und wer Preistransparenz vor dem Erstkontakt erwartet, muss sich auf ein Angebotsgespräch einlassen.
Vectron — stationäres Gastro-Kassensystem für Großbetriebe
Vectron ist ein deutscher Traditionshersteller aus Münster, der seit über 30 Jahren Kassenhardware und -software baut und auf Ausfallsicherheit in der Großgastronomie setzt.
Vectron
Stationäre Profi-Hardware · Made in Germany · Fachhändlervertrieb
Robuste stationäre Kassen wie die POS-Serie, die auch ohne Internet weiterarbeiten, dazu branchenspezifische Lösungen für Systemgastronomie, Stadien und Großbetriebe.
- Lösung
- Stationäre Kassen plus Cloud-Dienste, digitales Einstiegspaket SMART
- Bezug / Hardware
- Über Fachhändler, eigene Profi-Hardware
- Preislevel
- €€€ (SMART ab 39,90 €/Monat; Profisysteme Premium)
- Website
- vectron-systems.com
Das Alleinstellungsmerkmal ist die Hardware: Laut Anbieter arbeiten die Systeme auch bei Netzwerkausfall zuverlässig weiter, was in Biergärten, Stadien und Autobahnraststätten entscheidend ist. Wer eine gastronomie Kassensystem kaufen statt mieten will, findet hier die klassische Kauflösung. Als digitalen Einstieg bietet Vectron das Paket SMART laut Preisübersicht ab 39,90 Euro pro Monat an (Stand 2026).
Passt für: KMU mit hohem Durchsatz und große Betriebe, die Ausfallsicherheit über alles stellen. Die Grenzen: Der Vertrieb läuft oft über Fachhändler, Preise für Profisysteme gibt es deshalb nur im Angebot, und das Premium-Segment ist für eine kleine Eisdiele schlicht zu viel des Guten.
Gastro Master — Komplettlösung mit Fokus auf TSE-Konformität
Gastro Master ist eine cloudbasierte Kassensoftware, die Inhouse- und Liefergeschäft in einem System verbindet und laut Anbieter von über 600 Partnern genutzt wird.
Gastro Master
Cloud-Kasse · Inhouse plus Lieferung · Wolt-Integration
Cloud-Kassensystem mit Schwerpunkt auf TSE-Konformität und der Kombination aus Tischgeschäft und Lieferservice, inklusive Anbindung an Lieferplattformen wie Wolt.
- Lösung
- Cloud-Abo, Inhouse- und Liefergeschäft, Lieferdienst-Integration
- Bezug / Hardware
- Direkt beim Anbieter
- Preislevel
- €€ (ab 69 €/Monat zzgl. MwSt.)
- Website
- gastro-master.de
Der belegte Einstiegspreis liegt laut Anbieter bei 69 Euro pro Monat zuzüglich Mehrwertsteuer (Stand 2026). Die Kombination aus Tischverwaltung und Lieferdienst-Anbindung ist das Kernargument: Bestellungen von Plattformen laufen direkt in die Kasse, statt auf einem separaten Tablet zu landen. Das spart Doppelerfassung und Fehler bei der Tagesabrechnung.
Passt für: KMU wie Pizzerien und Lieferdienste mit Mischbetrieb aus Saal und Auslieferung. Ehrlich gesagt: Mit 69 Euro liegt der Einstieg über dem ready2order-Basistarif, und für reine Thekenbetriebe ohne Liefergeschäft zahlst du Funktionen mit, die du nie nutzt. Solo-Betriebe mit kleinem Umsatz sollten die Gesamtkosten genau gegenrechnen.
Was kosten Gastro-Kassensysteme im direkten Vergleich?
Realistisch liegen die laufenden Kosten für eine Gastro-Kasse 2026 zwischen etwa 52 und 90 Euro pro Monat, zuzüglich Hardware und Kartengebühren von rund 1,05 bis 1,49 Prozent.
Die Kassensystem-Gastronomie-Preise setzen sich aus vier Blöcken zusammen: Software-Grundgebühr, TSE-Paket, Hardware und Transaktionsgebühren. Belegte Anker: ready2order kostet 35,90 Euro plus 15,90 Euro TSE monatlich, Gastro Master startet bei 69 Euro, Vectron SMART bei 39,90 Euro (jeweils Stand 2026). Bei den Gebühren für Kartenzahlung liegen die belegten Spannen zwischen 1,05 Prozent (untere Grenze einzelner Anbieter) und 1,49 Prozent; orderbird PRO nennt 1,29 Prozent pro Transaktion.
| Anbieter | Modell | Plattform | Einstieg (Stand 2026) | Passt für |
|---|---|---|---|---|
| orderbird | Cloud-Abo | iPad (iOS) | Preise auf Anbieterseite; 1,29 % Kartengebühr (PRO) | Solo, KMU |
| ready2order | Cloud-Abo | iOS, Android, Windows | 35,90 €/Monat + 15,90 € TSE | Solo, KMU |
| Lightspeed | Cloud-Abo | Cloud, Hardware separat | Preise auf Anbieterseite | KMU, große Betriebe |
| Vectron | Kauf oder Abo | Stationär plus Cloud | SMART ab 39,90 €/Monat | KMU, große Betriebe |
| Gastro Master | Cloud-Abo | Cloud | ab 69 €/Monat zzgl. MwSt. | KMU (Inhouse plus Lieferung) |
Miete / Cloud-Abo
- Niedrige Einstiegskosten, planbare Monatsraten
- Updates, TSE und Support meist inklusive
- Höhere Gesamtkosten bei langer Laufzeit
- Abhängigkeit vom Anbieter und dessen Preispolitik
Kauf / stationäre Lösung
- Hohe Einmalinvestition, danach geringe Grundkosten
- Keine Abo-Bindung, Hardware gehört dir
- Updates und TSE-Verlängerung kosten extra
- Rechnet sich meist erst ab vier bis fünf Jahren Nutzung
Kassensystem Gastronomie mieten oder kaufen?
Ein Kassensystem für die Gastronomie zu mieten schont deine Liquidität und hält Software sowie TSE automatisch aktuell; der Kauf lohnt sich bei langer Nutzungsdauer und stabilem Betrieb. Rechne beide Wege über drei bis fünf Jahre durch: Ein Abo mit 60 Euro monatlich summiert sich auf rund 3.600 Euro in fünf Jahren, eine Kauflösung mit 3.000 Euro Einstieg plus Wartung kann günstiger enden, trägt aber das Ausfallrisiko selbst.
Welche versteckten Kosten fallen laufend an?
Vier Posten übersehen Gastronomen regelmäßig im Angebot. Erstens die Transaktionsgebühren: Bei 20.000 Euro Kartenumsatz im Monat machen 1,29 Prozent schon 258 Euro aus. Zweitens kostenpflichtige Module wie DATEV-Export oder zusätzliche Bondrucker-Lizenzen. Drittens Einmalposten wie die Aktivierungsgebühr bei ready2order. Viertens die TSE-Verlängerung bei Kaufsystemen, deren Zertifikat abläuft. Frag jeden Anbieter nach einer Vollkostenliste auf drei Jahre.
Praxis-Hinweis: Gebühren gegenrechnen
Ein Tarif mit niedriger Grundgebühr, aber hohen Transaktionsgebühren kann bei hohem Kartenanteil teurer sein als ein teureres Abo mit besseren Konditionen. Rechne mit deinem realen Kartenumsatz, nicht mit dem Listenpreis.
Die Daten aus der Kasse willst du außerdem sauber in der Buchhaltung nutzen; der Buchhaltungssoftware-Vergleich zeigt, welche Systeme gut mit DATEV und Kassendaten-Exporten harmonieren.
Fazit: Die richtige Gastro-Kasse nach Betriebstyp wählen
Es gibt kein bestes Kassensystem für die Gastronomie, sondern nur das passende für deinen Betriebstyp, dein Budget und deine Hardware-Strategie.
Als Solo-Betrieb mit Thekenverkauf fährst du mit ready2order oder orderbird flexibel und günstig. KMU mit Tischbedienung und Liefergeschäft schauen sich orderbird, ready2order und Gastro Master an, wachsende Betriebe und Ketten mit Reporting-Anspruch landen bei Lightspeed, und Großbetriebe mit Ausfallsicherheits-Fokus bei Vectron. Vor jeder Entscheidung: TSE-Konformität und Meldepflicht sind nicht verhandelbar, und die Gesamtkosten über drei Jahre schlagen den monatlichen Lockpreis.
Checkliste: Dein Weg zur passenden Gastro-Kasse
Häufige Fragen
Was kostet ein Kassensystem für die Gastronomie monatlich und einmalig?
Du zahlst meist eine monatliche Software-Gebühr zwischen etwa 35 und 70 Euro, dazu kommen Hardware und Kartengebühren. Belegte Beispiele: ready2order kostet 35,90 Euro monatlich plus 15,90 Euro TSE-Paket, Gastro Master startet ab 69 Euro (Stand 2026). Kartenzahlung schlägt je nach Anbieter mit rund 1,05 bis 1,49 Prozent pro Umsatz zu Buche.
Ist eine TSE für ein Kassensystem in der Gastronomie gesetzlich vorgeschrieben?
Ja. Elektronische Kassensysteme brauchen nach § 146a Abgabenordnung und der Kassensicherungsverordnung eine zertifizierte Technische Sicherheitseinrichtung. Das gilt für Tablet-Kassen genauso wie für stationäre Systeme.
Welche Strafen drohen bei Verstößen gegen die KassenSichV?
Laut Bundesfinanzministerium drohen bei Verstößen wie einer fehlenden TSE Bußgelder von bis zu 25.000 Euro. Hinzu kommt das Risiko, dass das Finanzamt bei einer Betriebsprüfung deine Umsätze schätzt, wenn die Kassenführung nicht den Vorgaben entspricht.
Kassensystem Gastronomie mieten oder kaufen: Was ist wirtschaftlicher?
Mieten schont deine Liquidität und hält Software sowie TSE aktuell, ein Kauf rechnet sich eher bei langer Nutzungsdauer. Vergleiche die Gesamtkosten über drei bis fünf Jahre inklusive Updates, TSE-Verlängerung und Support, bevor du dich entscheidest.
Gibt es professionelle Gastro-Kassen ohne monatliche Abo-Gebühren?
Ja, klassische Kauflösungen mit stationärer Hardware kommen ohne Cloud-Abo aus. Rechne aber mit Folgekosten für Updates, die TSE-Verlängerung nach Ablauf des Zertifikats und kostenpflichtigen Support. Wirklich ohne laufende Kosten fährst du selten.
Welche Vorteile bieten iPad-Kassen gegenüber klassischen Touchscreen-Kassen?
Ein iPad-Kassensystem für die Gastronomie ist mobil, günstig im Einstieg und erlaubt das Bonieren direkt am Tisch. Stationäre Touchscreen-Kassen punkten dagegen mit robusterer Hardware und höherer Ausfallsicherheit bei vollem Laden und schwachem WLAN.
Welche Schnittstellen sollte ein Gastro-Kassensystem besitzen?
Pflicht sind DATEV-Export für deinen Steuerberater, die Anbindung eines Kartenterminals und Küchen- beziehungsweise Bondrucker. Je nach Betrieb kommen Schankanlage, Lieferdienste oder Reservierungstools dazu. Prüfe vor dem Kauf, ob diese Schnittstellen im Tarif enthalten sind oder extra kosten.
Quellen
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt und redaktionell überprüft. Enthaltene Bilder wurden mittels KI generiert. Mehr erfahren